Hundeerziehung in Darmstadt
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Warum ich mir gerade diesen Beruf ausgesucht habe
Alles begann vor ziemlich genau
Ich wollte einen haarigen Begleiter, der mich überall hin begleitet und den nicht nur ich gerne habe sondern auch meine Familie bzw. Freunde. Mir war auch egal, ob dieser Hund einen Stammbaum hat. Ich wollte einen nicht gar so großen Familienhund. Nachdem ich mir das klar gemacht hatte, schaute ich mir die Tierheiminsassen noch mal genau an. Jetzt blieben von den vielen Hunden nur drei übrig, die für mich in Frage kamen. Nach einem ausführlichen Gespräch entschied ich mich für einen roten Cocker Spaniel. Er hieß Berry, war drei Jahre alt und war wegen Ungehorsam abgegeben worden. Nachdem meine Wahl gefallen war, durften Berry und ich uns in einem großen Freilaufgelände beschnuppern. Er kam sofort auf mich zu, ließ sich streicheln und nachdem ich mir sicher war, genau ihn haben zu wollen, lief er wie selbstverständlich neben mir her ins Büro, um die Formalitäten zu erledigen. Nach einem Nachmittag im Tierheim trat ich den Heimweg als frisch gebackener Hundebesitzer an. Für Berry schien es das Normalste der Welt zu sein, mit mir nach Hause zu gehen.
Zu Hause angekommen ließ ich Berry von der Leine, damit er sich sein neues Zuhause in Ruhe anschauen konnte. Ich kochte mir einen Kaffee und wollte es mir auf dem Sofa bequem machen. Die Idee fand Berry offensichtlich auch gut, denn er machte es sich direkt neben mir auf dem Sofa bequem. Das fand ich nicht so gut und beförderte ihn direkt wieder auf den Fußboden. Das wiederum fand Berry nicht gut und so entstand unser erster Streit. Nach einer ziemlich nervigen halben Stunde hatte ich Berry soweit, dass er sich vor dem Sofa zu meinen Füßen legte und ich meinen inzwischen kalten Kaffee trinken konnte. Ich hatte mir schon lange vor der Anschaffung eines Hundes viele Bücher zugelegt, die von der Haltung und Erziehung von Hunden handelten. Ich hatte diese Bücher alle schon mehrfach gelesen und begann jetzt damit, gezielt nach Erziehungstipps zu suchen. Da Berry wegen Ungehorsam abgegeben worden war, dachte ich, wären ein paar Tipps zur Erziehung sicher hilfreich.
Nach einer ganzen Weile wurde Berry unruhig und begann, winselnd durch den Flur zu laufen. Also legte ich meine Lektüre aus der Hand und begann mir Schuhe und Jacke anzuziehen. Für Berry war mein Griff nach der Jacke offenbar das Startsignal, wie wild im Kreis zu rennen und mich anzubellen. Ich redete beruhigend auf ihn ein und versuchte, ihn anzuleinen. Kaum war er an der Leine und die Wohnungstür offen, gab es für ihn kein Halten mehr. Er stürmte die Treppe herunter und kratzte an der Haustür. Draußen auf dem Fußweg zog er mich einfach hinter sich her. Mal lief er links neben mir und kaum das ich mich darauf eingestellt, hatte entdeckte er etwas Interessantes auf der anderen Seite des Fußweges. Ich war etwas verunsichert, ließ ihn aber erst mal gewähren. An der Elbwiese angekommen, ich wohnte zu dieser Zeit in Dresden, wollte ich Berry gerne etwas Freilauf gönnen. Als ich nach einigen Schwierigkeiten endlich die Leine vom Halsband los bekommen hatte, schoss Berry wie ein Verrückter los. Er raste über die Wiese, planschte durch die Elbe und begann die Enten zu jagen, die in unserer Nähe ein Sonnenbad nahmen. Ich schaute Berry eine Weile zu und wollte ihn dann zu mir zu rufen, um mir ein Eis zu kaufen. Ich rief seinen Namen und sagte ihm er solle bitte zu mir kommen. Berry blieb beim Klang seines Namen zwar stehen und schaute mich an, er machte aber keine Anstalten, zu mir zu kommen. Ich rief ihn erneut, doch das Ergebnis war das gleiche. Ich stand etwas ratlos mitten auf der Wiese und wusste mir keinen Rat. Vor Ratlosigkeit und Zorn schossen mir Tränen in die Augen und ich setzte mich, dort wo ich stand, auf die Wiese um zu überlegen, was ich denn jetzt tun sollte. Ich war so in Gedanken. dass ich gar nicht merkte, dass Berry sich neben mich gesetzt hatte. Als ich ihn bemerkte, habe ich ihn gestreichelt und schnell angeleint, bevor er wieder wegläuft. Ziemlich erledigt machte ich mich mit Berry auf den Heimweg.
Später zu Hause wollte ich Berry füttern. Auch das stellte sich als Kampf heraus. Sobald ich in die Küche ging und mir an dem Hundefuttersack zu schaffen machte, begann Berry, wie ein Irrer um mich herum zu tanzen. Er ließ mich nicht einen Moment aus den Augen und ich kam gar nicht dazu, die Futterschüssel auf den Boden zu stellen. Berry sprang an mir hoch und das Futter flog quer durch die Küche. Berry begann sofort damit, die Futterbrocken aufzusammeln und schenkte mir keinerlei Beachtung mehr. Am Abend dieses Tages war mir klar, dass Berry und ich so keine Freunde werden würden. Sein Theater beim Verlassen der Wohnung und sein Gezerre an der Leine waren nur eine Sache, die mich nervte. Viel schlimmer fand ich, dass er auf mein Rufen nicht zurück kam, wenn ich ihn von der Leine ließ. Von meiner Arbeit im Tierheim wusste ich zwar, wie man Zwinger reinigt und wie man Hunde badet und bürstet, aber mit Erziehung hatte ich mich nur in der Theorie beschäftigt. Ich wusste, dass man sehr geduldig und konsequent sein musste; aber wann und wie ich das machen sollte, war mir ein Rätsel. Ich beschloss mir Hilfe zu holen. Zuerst suchte ich mir die entsprechenden Telefonnummern aus dem Telefonbuch heraus und rief bei einem Hundeplatz an. Der Trainer fragte mich nach meinem Problem und nachdem ich es ihm ausführlich geschildert hatte, vereinbarten wir einen Termin für den nächsten Tag.
Am nächsten Tag erreichte ich etwas außer Atem den Übungsplatz, Berry
hatte mich wieder hinter sich hergezogen, und suchte den Trainer. Als ich
ihn fand und mich vorgestellt hatte, ließen wir Berry auf einer eingezäunten
Wiese frei laufen und der Trainer hörte sich meine Sorgen an. Er erklärte
mir, dass Berry mit seinen drei Jahren zu alt für einen Welpenkurs sei und zu
unerzogen für einen Einsteigerkurs. Er bot mir Einzelstunden an. Auf meine
Frage, was denn eine solche Stunde kosten würde, sagte er mir, das man in
einen "gebrauchten" Hund schon etwas Geld investieren müsse und dass ich pro
Stunde mit
Mein Resümee nach der ersten Woche
mit meinem eigenen Hund war ernüchternd. Ich hatte zwar meinen eigenen Hund
und inzwischen auch mein Herz an ihn verloren, aber nach wie vor sprachen
Berry und ich zwei völlig verschiedene Sprachen. Ich wollte mich nicht damit
abfinden, dass Berrry für den Rest seines Lebens an der Leine bleiben sollte
und mich hinter sich her zerren sollte. Ich unternahm einen letzten Versuch, mir
professionelle Hilfe zu holen, und rief bei einem Hundetrainer an, dessen
Telefonnummer ich aus der Tageszeitung hatte. Auch dieser Trainer wollte
einen Stundenlohn von (unverschämten)
Ich hatte jetzt sage und schreibe fast drei Wochen mit der Suche nach professioneller Hilfe verbracht und war keinen Schritt weiter gekommen. Ich hatte mir die Erziehung von Berry irgendwie anders vorgestellt. Für mich sollte Hundeerziehung Spaß machen, und zwar Berry und mir! Ich wollte ihn nicht dauernd anschreien oder ihm Stachel in den Hals rammen, wenn er mich wieder hinter sich herzog. Es musste doch noch eine andere Lösung für mein Problem geben! Außerdem war ich nicht die Einzige, die Schwierigkeiten mit ihrem Hund hatte. Auf meinen Spaziergängen traf ich noch mehr Hundebesitzer, die das eine oder andere Problem mit ihren Hunden hatten. Zwar wollten auch sie diese Probleme gerne loswerden, aber auch sie waren weder bereit, ihren Hund ohne Unterlass anzuschreien, noch waren sie bereit, ihrem Hund ein Stachelhalsband oder ein Würgehalsband anzulegen. So einfach wollte ich mich nicht geschlagen geben! Es konnte ja kein Hexenwerk, seinen Hund zu erziehen. Schließlich sind Blindenhunde oder Polizeihunde auch normale Hunde und keine Wundertiere. Also begann ich, alles über Hunde zu lesen, was ich in die Finger bekam. Vor allem das Verhalten von Wölfen und Wildhunden sowie das Verhalten von Straßenhunden interessierte mich. Langsam begann ich zu verstehen, wie Hunde denken und handeln und welche Fähigkeiten sie haben. Ich verstand auch, das es eines der größten Probleme ist, dass Hunde ganz anders denken und empfinden als Menschen. Mein so erworbenes Wissen probierte ich dann an Berry aus. So gesehen war Berry mein Versuchskaninchen. Da ich mich aber strikt an das hielt, was ich inzwischen gelernt hatte, zeigten meine Erziehungsversuche erste Erfolge. Berry hatte nach recht kurzer Zeit gelernt, zivilisiert an der Leine zu laufen und auch das Zurückkommen auf Zuruf klappte immer besser. Ich war ehrlich gesagt ziemlich erstaunt, was ein Hund mit sehr einfachen Mitteln alles lernen kann. Und zwar ohne Dauergebrüll und ohne dass ich ihm Schmerzen zugefügt habe. Berry lernte auch andere meiner Meinung nach wichtige Kommandos schnell. Nach etwa einem halben Jahr war der ehemalige Tierheimhund nicht wieder zu erkennen. Er beherrschte Kommandos wie "Sitz", "Platz", "Bei Fuß", "Hier" und "Bring den Ball" zuverlässig. Auch Begegnungen mit anderen Hunden waren dank des konsequenten Trainings kein Problem mehr. Später lernte Berry auch, neben meinem Fahrrad zu laufen, ohne mich zu Fall zu bringen.
Inzwischen ist Berry leider verstorben und ich habe einen neuen Hund. Diesen habe ich vom ersten Tag an sehr konsequent erzogen und habe noch nie ernste Schwierigkeiten mit ihm gehabt. Natürlich legte auch dieser neue Hund in seinen Flegelmonaten einige Unarten an den Tag. Aber alle diese Unarten habe ich ausschließlich mit geduldigem Üben und konsequentem Verhalten meinerseits in kurzer Zeit in den Griff bekommen.
Ich halte jetzt seit Wenn Sie Interesse an meiner Arbeit haben schicken Sie mir einfach eine Email. |
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