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Lailas Tagebuch - Ankunft

Ein paar Tage später kam unser Tierheimleiter, sozusagen mein Chef. Er gab mir ein buntes Leckerli und erzählte mir lauter merkwürdige Sachen. Er erzählte etwas von Deutschland, einer neuen Familie und einer schönen Zukunft. Ich verstand kein Wort von dem was Jos mir erzählte und hatte es am nächsten Morgen auch schon wieder vergessen. Aber unser Tierheimleiter offensichtlich nicht. Er holte mich und eine Menge von meinen Freunden und schob uns in Kisten. Die waren ziemlich eng und dunkel. Meine Freunde und ich hatten Angst und wussten nicht, warum Jos und Lisa uns in diese Kisten steckten. Okay, wir waren am Abend ziemlich laut gewesen und haben einigen Unsinn angestellt, aber uns deswegen gleich in so eine Kiste stecken?! Als alle meine Freunde in den Kisten waren, wurden die Kisten in ein großes Auto geladen und die Tür wurde zugemacht. Das war vielleicht dunkel in dem Auto. Und laut war es auch. Wir hörten, wie das Auto losfuhr, und bald darauf schliefen wir ein. Es war zwar ziemlich eng in der Kiste, aber ich hatte eine Schüssel mit Wasser und eine mit Futter und ich rollte mich auf einer weichen Decke zusammen und schlief.


Im kleinsten Hundekorb ist Platz für einen Galgo.

Nach ungefähr, ach ich weiß nicht wie lange ich geschlafen hatte, hielt das Auto an und unser Tierheimleiter machte die Tür auf. Er holte einige meiner Freunde aus dem Auto und machte die Tür wieder zu. Kurz darauf fuhr das Auto wieder los und ich wurde langsam unruhig. Jos hatte meine Freunde zwar aus dem Auto geholt, er hatte sie aber nicht mehr zurück gebracht. Wo waren sie und was würde mit mir passieren?! Doch ich hatte keine Zeit mir Gedanken zu machen, denn das Auto hielt schon wieder an. Diesmal machte Jos meine Kiste auf und legte mir ein Seil um den Hals. Dann holte er mich aus dem Auto und streichelte mich. Ich schaute mich um und stellte fest, dass ich nicht wusste, wo ich war. Da waren Platten auf der Erde und eine ganze Menge Autos standen um mich herum. Ich schaute Jos an und er drehte sich weg. Ich verstand gar nichts mehr.

Was hatte ich denn getan, das er mich nicht anschauen wollte?! Und dann sah ich sie, zwei Frauen standen neben Jos und sprachen mit ihm. Die beiden Frauen lachten und schauten mich an. Ich bekam Angst und wäre am liebsten zurück in die enge Kiste gesprungen. Doch die beiden Frauen nahmen das Seil um meinen Hals und zogen mich mit sich. Ob ich wollte oder nicht, ich musste mit den beiden mitgehen.


Meine neuen Freunde: Maxi, Podenco Santi und Jack Russel Henry

Ich war ziemlich aufgeregt und nervös, denn ich hatte die beiden Frauen noch nie gesehen. Wir stiegen in ein anderes Auto und diesmal musste ich nicht in eine Kiste. Ich durfte auf dem Schoß von der einen Frau sitzen und wurde gestreichelt. Wir fuhren nicht lange und hielten dann an. Und dann wurde es turbulent. Die eine Frau ging weg und verschwand in einem Haus. Die andere Frau hielt das Seil, das immer noch um meinen Hals war, fest und ging mit mir gemeinsam zu dem Haus. Sie drückte auf einen Knopf und die Tür ging auf. Dann hörte ich Stimmen und Hundegebell.

Einen Moment später kam ein kleines Mädchen aus dem Haus und fing an zu lachen, als sie mich sah. Sie kam zu mir und streichelte mich. Dann kam noch ein großer Mann aus dem Haus und zwei Hunde. Endlich wieder Hunde!!! Ich dachte schon, ich würde nie wieder andere Hunde sehen!!! Die Hunde und ich beschnüffelten uns und dann liefen die Frau, der Mann und das Kind mit mir los. Die beiden Hunde liefen auch mit. Wir liefen nicht weit und dann wurde das Seil von meinem Hals abgemacht und ich durfte mit den beiden anderen Hunden über eine Wiese laufen. Stellt euch mal vor, eine richtige Wiese! Weit und breit kein Zaun, kein Sandstaub, keine wackeligen Hundehäuser und vor allem nicht so ein Lärm wie Zuhause. Das war toll!!! Die Menschen liefen neben uns Hunden her und schauten uns zu. Sie hatten offensichtlich Spaß daran uns zuzusehen.

Wie mein Abenteuer weiter geht, könnt ihr unter "Die neue Wohnung" nachlesen!

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Von Monstern und riesigen Wiesen
Der tägliche Wahnsinn
Der tägliche Wahnsinn 2
Ein Spanier im Schnee
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