Hundeerziehung in Darmstadt
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Lailas Tagebuch - Erste AusflügeIch habe ziemlich lange geschlafen, die Reise war doch anstrengender als gedacht und der Hundekorb war so schön weich. Nachdem ich meinen Schönheitsschlaf beendet hatte, kam wieder Leben in die Wohnung. Stefan und die Frau hantierten in einem Raum herum. Heute weiß ich, dass Menschen diesen Raum Küche nennen. Sie tranken braunes Wasser und sprachen miteinander. Kurz darauf zogen sie Jacken und Schuhe an und die Tür zu den Stufen wurde geöffnet. Henry und Santi kamen aus ihren Körben und ließen sich bereitwillig Seile um den Hals legen. Stefan nahm das Ende der Seile und lief die Stufen hinunter. Das Mädchen folgte ihm. Die Frau, übrigens heißt sie Bille, legte auch mir ein solches Seil um den Hals und wollte ebenfalls die Stufen hinunter gehen. Ich aber stand wie festgewurzelt auf der obersten Stufe und weigerte mich auch nur einen Schritt zu gehen. Ich hatte noch nie Stufen oder Treppen gesehen und hatte Angst vor ihnen. Aber Bille hatte eine gute Idee. Sie zauberte aus ihrer Jackentasche Futterbrocken hervor und lockte mich die Treppe herunter, oder zumindest ein paar Stufen. Dann nahm sie mich wieder auf den Arm und trug mich die restlichen Stufen hinunter. Mein Galgoherz wurde ganz warm und ich drückte mich so eng ich konnte an die Frau. Sie war der erste Mensch, der mich auf den Arm nahm und liebevoll die Treppe herunter trug!
Im Hof warteten Stefan, Santi und Henry auf uns. Ich weiß noch genau, wie erstaunt ich war, als ich merkte, wohin unser Ausflug gehen sollte. Wir liefen doch tatsächlich wieder Richtung der Wiese!!! Ich konnte mein Glück kaum fassen!!! Wieder wurden uns Hunden die Seile vom Hals gemacht und wieder durften wir frei und nach Herzenslust über die Wiese laufen. Ich war der glücklichste Hund auf Erden! Ich rannte, als ginge es um mein Leben, und meine neue Familie stand am Rand der Wiese und schaute uns glücklich zu. Ich kann euch gar nicht sagen, wie toll das war. Ich hatte immer geglaubt, dass es diese Menschen nur in den Erzählungen von alten Hunden gab, die mit mir in der Wohngemeinschaft in Spanien gelebt hatten. Ich dachte, das wäre ein Mythos! Aber es gab diese Menschen wirklich! Und ich habe einen davon "erwischt"! Wir liefen ewig lange durch den Wald spazieren und als ich meine ganze angestaute Energie weggerannt hatte, rief mich Bille zu sich. Ich kam auch ganz brav zu ihr und wartete, was jetzt noch kommen würde. Besser konnte es kaum werden. Ich hatte den Hundehimmel gefunden! Ich hatte einen eigenen Korb, Futter und Wasser in Hülle und Fülle, eine ganze Familie, die mich streichelte und zwei neue Hundefreunde. Was sollte das noch toppen?! Ich erfuhr schnell, was das noch überbieten sollte. Nämlich eine richtige Aufgabe! Offensichtlich verstand Bille eine ganze Menge von Hunden, denn sie wollte mir das "Hunde-Einmaleins" beibringen. Ich wusste zwar nicht, was genau das ist, aber ich wollte alles tun, um weiterhin in diesem Hundeparadies bleiben zu können. Bille machte wieder das Seil um meinen Hals fest und forderte mich auf, ihr zu folgen. Also lief ich brav neben ihr her und bekam ganz viele Futterbröckchen dafür. Mein neues Frauchen war ganz begeistert über meinen Arbeitseifer. Sie lobte mich ganz oft und streichelte mich. Bille versuchte, auch mir klar zu machen, dass Hunde sich hinsetzen sollen, wenn ein bestimmtes Wort gesagt wird. Ich war aber viel zu aufgeregt, um mich konzentrieren zu können. Mein neues Frauchen erkannte das sofort und ließ mich wieder frei mit Henry und Santi laufen. Damit war meine erste Übungsstunde beendet.
In den nächsten Tage wiederholte sich das Ganze. Langsam fing ich an, mich an den Tagesablauf meiner neuen Familie zu gewöhnen. Sie machten es mir aber auch leicht. Jeden Morgen und jeden Nachmittag durfte ich mit den beiden anderen Hunden frei über Wiesen laufen und durch den Wald spazieren gehen. Zwischendrin machte Bille verschiedene Übungen mit mir. Sie war total begeistert, wie schnell ich verstand und wie gut ich lernte. Nach drei Tagen hatte ich verstanden, dass ich ganz schnell zu meinem Frauchen laufen soll, wenn das Wort "Hier" ertönt. Jedesmal wenn ich angerannt kam, gab es ein Leckerli und ganz viele Streicheleinheiten. Das fand ich toll! Ich komme angerannt, wenn das Wort "Hier" ertönt und bekomme ein Leckerli und mein Frauchen freut sich. Das Spiel gefiel mir. Und das Beste daran ist, dass Henry und Santi auch angerannt kommen, wenn Frauchen ruft. Wir haben da eine Art Wettrennen daraus gemacht. Wer von uns Hunden ist zuerst bei Frauchen oder Herrchen?! Meistens gewinnt Henry, der liebt Bille am meisten und will immer als Erster seine Streicheleinheiten und natürlich ein Futterbröckchen haben. Was ich wohl noch alles kennen lerne? Lest es unter "Neue Erfahrungen" nach!
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