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Lailas Tagebuch - Von Monstern und riesigen Wiesen

Einige Tage später sollte ich erfahren, was sie ohne mich machte. Mensch, da wäre ich alleine nie darauf gekommen. Eines Morgens zog sich Bille wieder Schuhe und Jacke an und wollte offensichtlich alleine weggehen. Und dann geschah es, sie rief nicht Henry sondern mich zu sich. Sie legte mir das Seil um den Hals und ging mit mir zu den Stufen. Ich lief inzwischen alle Stufen alleine nach unten und so folgte ich ihr einfach. Sie ging mit mir in den Hof und dann ein Stück an der Straße entlang. Wir blieben an einer Stelle stehen und warteten auf irgendwas. Auf was genau wusste ich nicht.

Wenige Minuten später bog ein riesiges Ungeetüm um die Ecke. Es war wirklich riesig und hatte leutende Augen. Ich begann zu zittern. Doch mein Frauchen blieb ganz ruhig und drückte, als das Monster direkt vor uns stehen blieb, auf einen Knopf. Gleich darauf ging eine Tür auf. Ich blieb wie erstarrt stehen und wollte mich nicht einen Zentimeter bewegen. Doch Bille forderte mich auf, ihr zu folgen und so nahm ich all meinen Mut zusammen und folgte ihr in den Bauch des Monsters. Nachdem wir in dem Monster waren, ging die Tür wie von Zauberhand zu und das Monster setzte sich in Bewegung. Ich hatte gar keine Zeit, Angst zu haben, denn wenig später stiegen wir wieder aus dem Monster aus. Ich war ziemlich froh, wieder aus dem Ding draußen zu sein, ohne Schaden zu nehmen. Mir blieb aber keine Zeit, mich von dem Schreck zu erholen, denn ich sollte gleich heraus finden, wo mein Frauchen immer ohne mich hinging.

Wir liefen direkt auf ein großes Haus zu und Bille drückte auf einen Knopf. Kurz darauf erschien ein ziemlich großer Hund und bellte mich sehr unfreundlich an. Ich legte sofort den Rückwärtsgang ein und wollte mein Heil in der Flucht suchen. Doch Bille brachte den fremden Hund schnell zur Ruhe und dann tauchte eine fremde Frau auf. Mein Frauchen und die andere Frau schienen sich zu kennen, denn sie sprachen sehr vertraut miteinander. Nach einem kurzen Moment liefen die fremde Frau und mein Frauchen gemeinsam los. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als den beiden und dem unfreundlichen Hund zu folgen. Wir liefen einen Feldweg entlang und Bille sprach immer wieder mit der Frau und schien ihr etwas zu erklären. Der fremde Hund war auch nicht mehr unfreundlich zu mir. Er machte seltsamerweise die gleichen Übungen wie ich. Ich verstand nicht wirklich, was mein Frauchen da machte, aber es schien ungefährlich zu sein. Nachdem der fremde Hund seine Übungen fertig hatte, durften wir frei übers Feld laufen. Das war klasse, denn der fremde Hund, übrigens auch ein Mädchen und gar nicht mehr unfreundlich, und ich tobten und rannten was die Pfoten hergaben. So eine große Wiese hatte ich noch nie gesehen, geschweige denn, dass ich darüber rennen und springen durfte.

Nachdem das fremde Hundemädchen noch einmal verschiedene Übungen gemacht hatte, rief Bille mich wieder zu sich und legte mir das Seil um den Hals. Wir verabschiedeten uns von den anderen und machten uns erneut auf den Weg zu diesem Monster. Ich hatte zwar immer noch Angst vor dem Ungetüm, aber nicht mehr so schlimm. Heute weiß ich, dass die Menschen das Monster Bus nennen und das sie damit fahren. Ich traue dem Ungetüm nach wie vor nicht, aber da mein Frauchen immer mit mir in den Bus einsteigt und gut auf mich aufpasst, kann ich halbwegs entspannt Bus fahren.

Das war das Ende meines ersten Soloausfluges mit Bille. Jetzt wusste ich, was sie ohne mich unternahm: sie half anderen Frauen und Männern, ihre Hunde zu erziehen.

Was noch so alles auf mich zukommt, könnt ihr unter ",Der tägliche Wahnsinn" nachlesen!

Vorgeschichte
Ankunft
Die neue Wohnung
Erste Ausflüge
Neue Erfahrungen
 → Von Monstern und riesigen Wiesen
Der tägliche Wahnsinn
Der tägliche Wahnsinn 2
Ein Spanier im Schnee
Click-Clack...und ich komme

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